Aktuelle Informationen

  • Aufnahmeveranstaltung

    Die Aufnahmeveranstaltung für das 1. Lehrjahr der Berufsschule und die Aufnahmeklassen der...

    Weiterlesen...

  • Azubi-Cup 2017 der Anlagenmechaniker

    Am 13.06.2017 fand in unserem Haus der zweite sächsische SHK Azubi-Cup statt.    Zum fachpraktischen...

    Weiterlesen...

  • Anmeldung Fachschule für Technik

    Für das Schuljahr 2018/2019 nehmen wir wieder Bewerbungen für die Fachschule für Technik...

    Weiterlesen...

  • Öffnungszeiten Sekretariat während der Ferien

    Das Sekretariat ist während der Ferienzeit Montag - Donnerstag von 07:00 bis 11:30/12:00 bis 14:00...

    Weiterlesen...

  • Jahresablaufplan

    Den Jahresablaufplan für das Schuljahr 2017/2018 können Sie hier als PDF-Dokument...

    Weiterlesen...

  • Auslandspraktikum Frankreich 2017 - Anlagenmechniker SHK

         

    Weiterlesen...

  • Unterstützung durch die Handwerkskammer

    Die Handwerkskammer Dresden unterstützt Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach einem...

    Weiterlesen...

   

Berufliches Schulzentrum für Technik

"Gustav Anton Zeuner" 
Gerokstraße 22
01307 Dresden


 

Schulleitung:

  • OStD. Dr. Hans-Georg Clemens; Schulleiter
  • Rico Szymanski; stellv. Schulleiter
Telefon: (0351) 4403920
Fax: (0351) 44039277
E -Mail: sekretariat[at]bsz-technik-zeuner.de

Einrichtungs-Nr. 4 03 79 00 07

Schulträger: Landeshauptstadt Dresden

Geschäftsbereich 1 - Allgemeine Verwaltung
Amt 40 - Schulverwaltungsamt
Fiedlerstraße 30
01307 Dresden

vertreten durch:

Falk Schmidtgen

Telefon:  (0351) 4889201
Fax: (0351) 4889203
E-Mail: schulverwaltungsamt[at]dresden.de

Bei Beschwerden, Hinweisen und Anregungen wenden Sie sich bitte zunächst an den Verantwortlichen für die Website:

Dr. Hans-Georg Clemens
Schulleiter


Informationen zum Haftungsausschluss lesen Sie bitte hier:

Das Berufliche Schulzentrum Technik "Gustav Anton Zeuner" kann auf eine 80-jährige Tradition der beruflichen Ausbildung in Deutschland verweisen.

In seinem heutigen schulischen Profil haben die Schularten Berufsschule, Berufsgrundbildungsjahr, Fachschule und Fachoberschule ihren festen Platz gefunden.

In diesen Schularten werden derzeit ca. 1900 Schüler von ca. 80 Lehrern/-innen in den Berufen der Kraftfahrzeugtechnik, den industriellen und handwerklichen Berufen der Metalltechnik sowie der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ausgebildet. Dabei sind besonders der Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Anlagenmechaniker und der Kraftfahrzeugmechatroniker zu benennen. Darüber hinaus kann man den Berufsabschluss als Fluggerätmechaniker/-in und Technischer Produktdesigner/-in erwerben.

Der erfolgreiche Abschluss der Fachoberschule gestattet, an Fachhochschulen aller Fachrichtungen zu studieren und den akademischen Grad "Diplomingenieur (FH)" zu erwerben. Dieser Bildungsgang wird ebenso in Teilzeitform für berufstätige junge Menschen angeboten.

Die Fachschule für Technik in den Fachrichtungen Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Fahrzeugtechnik führen als eine berufliche Weiterbildung zum "Staatlich geprüften Techniker". Deren hauptsächlicher Einsatz ist in der mittleren Managementebene zu sehen.

Aufgrund dieses Ausbildungsspektrums verfügt das Berufliche Schulzentrum im gewerblich-technischen Bereich über eine starke regionale, wie überregionale Bedeutung.

Die Flexibilität der inhaltlichen Gestaltung der Ausbildung macht es zu einem attraktiven Partner für die Industrie und das Handwerk.

Schulleiter Dr. Clemens

 

 

 

 

 

 

Dr. Hans-Georg Clemens - Schulleiter  

 

 

 

Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)

  • Metalltechnik

Berufsschule

  • Anlagenmechaniker (Industrie)
  • Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  • Berufskraftfahrer
  • Fachkraft für Metalltechnik (Fachrichtung Konstruktionstechnik)
  • Fachkraft für Metalltechnik (Fachrichtung Zerspanungstechnik)
  • Fluggerätmechaniker (Fachrichtung Fertigungstechnik)
  • Industriemechaniker
  • Klempner
  • Konstruktionsmechaniker
  • Kraftfahrzeugmechatroniker (Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik)
  • Kraftfahrzeugmechatroniker (Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik)
  • Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker (Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik)
  • Maschinen- und Anlagenführer
  • Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik (auslaufend)
  • Metallbauer (Fachrichtung Konstruktionstechnik)
  • Technischer Produktdesigner (Maschinen- und Anlagenkonstruktion)
  • Technischer Produktdesigner (Produktgestaltung und -konstruktion)
  • Technischer Systemplaner (Versorgungs- und Ausrüstungstechnik)
  • Technischer Systemplaner (Stahl- und Metallbautechnik)
  • Technischer Systemplaner (Elektronische Systeme)
  • Zerspanungsmechaniker

Schulversuch "Gestrecktes Berufsvorbereitungsjahr in kooperativer Form" (KBVJ)

  • Elektrotechnik/Metalltechnik

Fachoberschule 

  • Technik

Fachschule

  • Staatlich geprüfter Techniker (Fachrichtung Fahrzeugtechnik)
  • Staatlich geprüfter Techniker (Fachrichtung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik)

 

Kollegium zur "75 - Jahrfeier" 2009

kollegium 17.09.2009.jpg


 

 


Index

Der Weg zum Berufsschulneubau bis 1928

Der Bauabschnitt bis 1934

Das Schulgebäude 1934

Der Zeitabschnitt von 1934 bis 1945

Die Entwicklung der Schule seit 1945

Von 1989/90 bis heute


Geschichte des Beruflichen Schulzentrums für Technik "Gustav Anton Zeuner" Dresden


Der Weg zum Berufsschulneubau bis 1928

Der gewachsenen Bedeutung der schulischen Berufsausbildung hielten die Gebäude der 1. Berufsschule, Wartburgstraße 20 und der 2. Berufsschule, Johannesstraße 18, baulich nicht mehr stand.

Am 24. November 1924 wählte das Schulamt von den sechs Grundstücken die ihm das Hochbauamt als für einen Berufsschulneubau geeignet vorschlug, das ehemals städtische Gelände an der Gerok-, Wintergarten- und Silbermannstraße. Es war im Besitz einer Zigarettenfabrik, musste aber nach den Vertragsbestimmungen an die Stadt zurückfallen. Entscheidend für die Wahl dieses Platzes waren seine zentrale Lage und die günstigen Verkehrsbedingungen nach allen Teilen der Stadt. Mit dem Neubau der Schule war eine Neuordnung des Dresdener Berufsschulwesens vorgesehen - speziell der Metallberufe, welche in 94 Klassen über alle fünf Schulen verteilt unterrichtet wurden.

Am 3. November 1926 legte das Schulamt die Grundlagen für den Neubau der 1.12. Knabenschule vor. Im engsten Einvernehmen mit dem Schulamt arbeitete das Hochbauamt seine Planung aus.

Die Kosten wurden einschließlich der Anliegerleistungen auf  3 068 000 RM veranschlagt, wozu noch weitere 400 000 RM für die Ausstattung kamen. Gedeckt werden sollten die Baukosten aus Anleihemitteln, und zwar in drei Bauraten in den Jahren von 1928 bis 1930. Der Rat stimmte am 22. Juni 1928 der Planung zu und bewilligte zunächst für das Jahr 1928 als erste Baurate 100 000 RM. Die Stadtverordneten bestätigten am 6. Juli 1928 diese Ratsvorlage.

Am 28. Oktober 1928 wurde mit dem Bau begonnen.


nach oben



Der Bauabschnitt bis 1934

Am 22. Oktober 1929 waren bereits  1 137 000 RM verbaut. Ungünstige Finanzverhältnisse zwangen die Stadt Dresden am 16. Dezember 1929 zur Stilllegung des Baues. Die Baustelle bot bis in den Sommer 1930 hinein ein trostloses Bild - vernagelte Fenster, Teilgerüste, Baumaterial auf Verkehrsflächen gelagert.

Erst am 1. September 1930 konnte die Arbeit wenigstens teilweise wieder aufgenommen werden, nachdem 330 000 RM für das Fertigstellen und das Einsetzen der Fenster sowie für die Beseitigung der Bauplanken bewilligt worden waren. Am 16. Juni 1931 konnten für weitere Sicherungsarbeiten nochmals 150 000 RM bereitgestellt werden. Insgesamt verbaute man bis Oktober 1931 die Summe von  2 080 000 RM. Die Finanzlage zwang erneut zur Stillegung des Baus. Es wurde bereits an eine Vermietung des Gebäudes gedacht. Am 25. September 1933 bestimmten die Stadtverordneten nach Ratsbeschluss vom 18. September 1933, auf der Grundlage des "Gesetzes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit" vom 1. Juni 1933, die Fortführung des Schulbaus. Oberbürgermeister Zörner vereitelte Pläne zur Übergabe der Gebäude an die Volkswohlfahrt
bzw. Feuerwehr. Die "Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten A.G." stellte  1 100 000 RM für die Fertigstellung der Berufsschule zur Verfügung. Somit konnte am 17. September 1934 die Einweihung der Knabenberufsschule -Altstadt als "Horst-Wessel-Schule" erfolgen. Damit nutzte das Nazi-Regime die Schuleröffnung geschickt für seine propagandistischen Zwecke.


nach oben



Das Schulgebäude 1934

Für die damalige Zeit stellte der Schulbau eine der modernsten Lösungen für die Durchführung der theoretischen und praktischen Berufsausbildung in Deutschland dar.

Das Hochbauamt gab dazu folgende Beschreibung, die auszugsweise wiedergegeben werden soll, um Verständnis für das zukünftige Baugeschehen zur Behebung der Bombenschäden des II. Weltkrieges zu wecken.

Von einem terrassenförmig erhöhten, das Gebäude von der Straße trennenden Vorplatz an der Gerokstraße aus, erfolgt der Hauptzugang zur Schule im Zuge einer Achse, an die sich der Festsaal sowie eine Freitreppe anschließt, die den Festsaal mit dem Hof verbindet. Dieser rechteckige, laubenumgebene Hofraum ist auf der Westseite durch einen niedrigen Turnhallenflügel von der Wintergartenstraße getrennt.

Dadurch bleibt, von den Technischen Lehranstalten an der Elisenstraße aus gesehen, der Blick über den künftigen Spielplatz und die niedrige Baumasse des Turnhallenflügels hinweg auf die den Turnhallenflügel flankierenden höheren Baumassen, sowie auf den höheren Gebäudeflügel an der Silbermannstraße frei. In dem nördlichen, zwischen dem Hof und der Gerokstraße gelegenen Gebäudeflügel, dem Hauptbau, an den sich im rechten Winkel an der Ecke der Silbermannstraße und der Gerokstraße ein turmartig höher geführter Baukörper anschließt, sind im Erdgeschoss die Verwaltungsräume der Schule untergebracht. Im übrigen Teil des Erdgeschosses, sowie in den darüber liegenden Obergeschossen befinden sich insgesamt 37 Unterrichtsräume einschließlich der beiden großen Lehrsäle in den oberen Turmgeschossen. Der Ostflügel an der Silbermannstraße enthält die Werkstätten der Schule. Um eine Schallübertragung der Maschinenanlagen nach den übrigen Unterrichtsräumen zu vermeiden, wurde dieser Flügelbau von den Fundamenten bis zur Dachkonstruktion hinaus vollkommen isoliert. Der südliche, an die Grundstücke der Dürerstraße angrenzende Flügel, der infolge von Einsprüchen der Anlieger nur eingeschossig durchgeführt werden konnte, enthält eine große Gymnastikhalle von 12 x 24 m mit zugehörigen Nebenräumen. Im westlichen Flügel an der Wintergartenstraße endlich sind zwei je 12x24 m große Turnhallen und in dem anschließenden höher geführten Gebäudeteil Unterrichtsräume und Dienstwohnungen untergebracht. In der Haupteingangsachse führen von den breiten Fluren symmetrisch angelegte 3 m breite Treppen nach den oberen Geschossen. Weiter nach Süden zu reiht sich eine 10x12 m große, durch eine Glasdecke hellbelichtet Vorhalle mit Garderoben zu beiden Seiten an; sie bildet den Übergang zu dem 15x30 m großen und 8,5 m hohen Festsaal, der gleichzeitig als großer Vortragssaal für die Schule dient. Einschließlich der Empore umfasst rund 600 Sitzplätze. Im Festsaal befinden sich ein höher liegendes Podium, das gleichzeitig als Bühne benutzt werden kann. Durch Einrichtung eines besonderen Bildwerfraumes ist die Möglichkeit zur Vorführung von Filmen, auch von Tonfilmen, im Festsaal geschaffen worden.

Mit Rücksicht auf den Verwendungszweck des Gebäudes sind die vielseitigen technischen Einrichtungen mit besonderer Sorgfalt zugleich als Anschauungsmittel für den Unterricht durchgebildet worden. Die Anlagen der Heizungs- und Lüftungstechnik, der Elektrotechnik mit ihren Verzweigungen, des Werkzeugmaschinenbaues, des allgemeinen Maschinenbaues, der Feinmechanik und der Optik wurden zu hervorragenden Lehrmittel der Praxis für die lernende Generation aus gebildet. Zur Unterbringung der Lehrmittel sind in den einzelnen Geschossen genügend Räume vorhanden. In besonderen Räumen auf den Fluren befinden sich Schränke zur Unterbringung der Reißbretter und der Garderoben der Schüler.

Die künstlerische Gestaltung der Schule zeigt schlichte Formengebung. Die Außenwände sind geputzt und leicht farbig getönt, die Fensterumrahmung besteht aus dunkelgrauem, steinmetzmäßig behandeltem Steinputz. Die niedrigen Gebäudeteile sind durch Terrassen abgedeckt, die, wie die Hoffläche, zum Aufenthalt der Schüler dienen. Im übrigen ist das Gebäude von einem steilen Ziegeldach abgeschlossen.


nach oben



Der Zeitabschnitt von 1934 bis 1945

Im September 1934 begann unter Leitung des Direktors Herrn Möckel der Unterricht an der Knabenschule Dresden-Altstadt.

Damals unterteilte man die Ausbildung in folgende Zweige:

  • zum einen in die Metallgewerbeklassen mit

28 Klassen für Metallgroßgewerbe,
27 Klassen für Metallkleingewerbe und
27 Klassen für Metallfeingewerbe

  • zum anderen in die Nichtmetallgewerbeklassen mit

29 Klassen für kaufmännische Berufe,
22 Klassen für Nahrungsmittel-, Bekleidungs- und Verkehrsgewerbe sowie
33 Klassen für sonstige Berufe. Zu diesen zählten auch die drei im Mai 1935 zusammengestellten Klassen für Segelflugzeugbau.

Anfang Mai 1935 gliederte man der damaligen "Horst-Wessel-Schule" die neugegründete Musik-, Berufs- und Realschule an.
Mitte 1935 wurden 166 Klassen mit fast 5000 Schülern von 86 haupt- und nebenberuflichen Lehrkräften beschult. Damit nahmen in den hauseigenen Werkstätten und Theorieräumen 64 % der Dresdner Berufsschüler am Unterricht teil. Somit avancierte diese Schule zum Bildungshorst des Deutschen Handwerkes. Die Ausbildung der Schüler war auf die Vermittlung fundierter fachlicher Kenntnisse und den Erwerb handwerklicher Fertigkeiten ausgerichtet. Als Vorzeigeschule hatte die "Horst-Wessel-Schule" vornehmlich die Aufgabe, die Berufsschüler im Sinne des Nationalsozialismus zu erziehen.

Nach einem in der Aula angebrachten Ausspruch Hitlers, in welchem der Gehorsam, die Unterordnung und Disziplin als vorrangig dargestellt wurden, erfolgte eine starke Ideologisierung der gesamten Ausbildung und die militärische Disziplinierung der Schulorganisation bis in den Freizeitbereich hinein. Ausdruck dafür waren zum Beispiel militärisch organisierte Morgenappelle, die konsequente Durchsetzung des Hitlergrußes, Beantwortung von Fragen der Abstammung, die Verweigerung der Aufnahme jüdischer Schüler.

In den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 warb man aus den Reihen der Berufsschüler verstärkt Kriegsfreiwillige, welche in einer vorzeitigen Prüfung ihre Lehre abschlossen. Ein damaliger Schüler beschrieb eine solche Werbeaktion folgendermaßen:

Die auf dem Schulhof angetretenen Klassen mussten dort so lange verharren, bis sich die entsprechende Anzahl Kriegsfreiwilliger gemeldet hatte.

Die Berufsausbildung war in Inhalt und Organisation vollständig von der nationalsozialistischen Diktatur geprägt.

Die Bombardierung der Stadt Dresden am 13. Februar 1945 führte zu einer fast vollkommenen Vernichtung der Johannstadt, von der auch der Schulbau betroffen war.


nach oben



Die Entwicklung der Schule seit 1945

Nach der militärischen Niederlage Deutschlands ergab sich für das Dresdner Schulwesen baulich ein verheerendes Bild:
 

  insgesamt vorhandene 
Schulen
völlig zerstört schwer oder
teilweise zerstört
noch benutzbar
Volksschulen  72 21 33 18
Höhere Schulen 18 14 - 4
Berufs- und gewerbliche
Schulen
10 - 6 4
Innungs- und
private Schulen

27

23

4

-

Die Knabenschule Dresden-Altstadt gehörte zu den wenigen noch teilweise benutzbaren Dresdner Bildungseinrichtungen, wies allerdings auch schwere Schäden auf. Der Festsaal war zerbombt, die Turnhalle Wintergartenstraße völlig und der Flügel Silbermannstraße mit dem Turmbau zum Teil zerstört. Vor allem Brandbomben verursachten die völlig Zerstörung des Dachstuhles. Da die Schule zum Zeitpunkt des Bombardements eingerüstet war, schädigte das brennende Gerüst Fenster und Fassade.

Für den 1. Oktober 1945 erging von der sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) der Befehl zum Beginn des Unterrichtes, welchem jedoch erst am 10. Oktober Folge geleistet werden konnte. Als erster Schulleiter nach dem Krieg wirkte Herr Oswalt, unter dessen Leitung bis 1952 die Entnazifizierung der Lehrer durchgeführt wurde. Lehr- und Lernmittel mussten neu erfasst, Literatur ausgesondert und die Schülerkartei überarbeitet werden.

Vordergründige Aufgabe war es, Lehrer zu finden, welche den Prozess der demokratischen Umgestaltung tragen konnten.

In Sachsen wurden 17000 Neulehrer eingestellt, das waren 80% der gesamten Lehrerschaft. Aus ihren Kreisen gingen an unserer Einrichtung hervorragende Fachlehrer hervor, welche besonders die fachtheoretische Ausbildung der Schule förderten und die sich um den Wiederaufbau der Kommunalen Berufsschule Gerokstraße bemühten. Stellvertretend seien hier

Herr Grießbach, Herr Klügel, Herr Kühlmann, Herr Kirsch
Herr Hüfler, Herr Müller, Herr Richter, Herr Kühne, Herr Ziegler genannt.

Unter der Lehrerschaft herrschte auf Grund der starken beruflichen Belastung und der besseren Entlohnung in der Wirtschaft eine ständige Fluktuation.

So begann der Unterricht in der Gewerblichen Berufsschule Gerokstraße im Oktober 1945 in einigen wenigen benutzbaren Klassenräumen. Die Fenster waren vernagelt und mit einem Rauchabzugsrohr für die Kanonenöfen versehen welche ein Klassenzimmer sehr spärlich erwärmten. Das Brennmaterial "besorgten" die Schüler oft selbst auf dem Anfahrtsweg zur Schule. Unterrichtet wurde im Zwei-Schichtbetrieb bis 19.00 Uhr, wobei auswärtige Schüler wegen der schlechten Fahrverbindung die 1. Schicht belegten. Der Unterricht selbst erfolgte bis 1954 nach dem Klassenlehrerprinzip.

Zur Ausrüstung des Lehrers gehörten neben Klassenbuch und Schülerkartei so unentbehrliche Unterrichtsmittel wie die einzige 75-Watt-Glühbirne für das Zimmer und eine Sicherung, welche nach Schulschluss wieder ausgeschraubt wurden.

Schüler und Lehrer beseitigten in vielen Einsätzen gemeinsam die Trümmer auf dem Schulhof und im Gebäude. Diese Räumungsarbeiten zogen sich bis in die 50er Jahre hin. Im Zeitraum von 1946 bis 1951 wurden die Werkstattausrüstungen ausgebaut und in der Industrie eingesetzt. Im Winter 1946/47 musste die Haupttreppe im Gebäude wegen Vereisung gesperrt werden.

1948/1949 erfolgte die Einquartierung einer Grundschule (53. Polytechnische Oberschule), da in Johannstadt akuter Mangel an Volksschulen herrschte. Zur gleichen Zeit wurde die Warmluftheizung ausgebaut und in das Dresdner Schauspielhaus umgesetzt.

1951 war die Schule grob instandgesetzt; bis 1954 arbeitete man am Turmausbau. Der Sportraum Dürerstraße diente bis Ende der 60er Jahre als Mehrzwecksaal, z. B. für Kinoveranstaltungen der Dresdner Bevölkerung. Auch als Gerichtssaal wurde er genutzt, so bei den Verhandlungen gegen die acht "Dresdner Elbpiraten", die Schüler der Einrichtung waren (1952). Die strengen Winter der Jahre 1953/1954 und 1955/1956 führten zu wochenlangem Unterrichtsausfall, da die überholte Dampfheizung die Räume nicht ausreichend erwärmte.

1955 nahm man aus schulorganisatorischen Gründen eine Teilung der Schule in die Gewerbliche Berufsschule 1 (GBS 1) mit den Bereichen Kraftfahrzeug- und Elektrotechnik und die Gewerbliche Berufsschule VI mit den Bereichen Metalltechnik und Chemie vor. Beide Einrichtungen führten jeweils ca. 30 Klassen. Große Teile des Schulgebäudes wurden durch berufsschulfremde Institutionen genutzt. Darauf ist auch die Auslagerung des Bereiches Kfz-Technik nach Dresden-Zschachwitz in den Jahren 1960 bis 1969 zurückzuführen.
Mit dem Fernheizungsanschluss 1964 verbesserte sich die soziale Situation für Lehrer und Schüler Neben einer Vielzahl von Betriebsberufsschulen (BBS), die in den 50er Jahren eingerichtet wurden, behaupteten die GBS I und GBS VI ihre Position in der berufstheoretischen Ausbildung. Hier wurden vor allem Lehrlinge des Handwerks, aber auch aus anderen Bereichen der Volkswirtschaft, unterrichtet. Damit bestand an Kommunalen Berufsschulen ein duales System der Berufsausbildung mit DDR-Besonderheiten.
Der Beschluss der zweiten Parteikonferenz der SED von 1952, den "planmäßigen Aufbau der Grundlagen des Sozialismus" voranzutreiben, hatte Auswirkungen auch in den Schulen. Unter der Losung "Jeder Lehrer ein Funktionär unserer Arbeiter-und-Bauern-Macht" nahm der Einfluss des Stalinismus zu. 1968 musste der Schulleiter der GBS VI, Herr Schuhmann, die Schule verlassen, da er den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei verurteilte.
Die beiden Berufsschulen wurden im Jahr 1969 wieder zu einer Bildungseinrichtung unter dem Namen "Kommunale Berufsschule 1" (KBS 1) zusammengefasst. Ursachen dafür lagen in einer neuen Schulpolitik, welche die Spezialisierung des Unterrichts und die Konzentration von Berufsgruppen in der Berufstheorie festlegte. Das traf zum Beispiel auf die Berufsgruppen Maschinen- und Anlagenmonteur, Instandhaltungsmechaniker und Maschinenbauzeichner zu.
Von 1969 bis 1972 führte Herr Neidhardt die Schule, danach für ein Jahr Herr Münzen. Zur Schulleitung der KBS 1 gehörten neben dem Direktor seine drei Stellvertreter (für Unterricht, Planung und Organisation, Koordinierung), der Parteisekretär, der hauptamtliche FDJ-Sekretär und der Instrukteur für Kultur und Sport. Neben der ideologischen Beeinflussung der Jugendlichen war es Aufgabe der Funktionäre, ein breites Angebot für die sportliche und kulturelle Betätigung der Lehrlinge zu schaffen.

Die 70er und 80er Jahre waren von einem wachsenden ideologischen Druck auf Lehrkräfte und Schüler gekennzeichnet. Werbeaktionen für Längerdienende der NVA und Nachwuchskader für die Staatspartei waren zentrale Forderungen. Lehrlinge mit der Verpflichtung zum mehrjährigen Militärdienst erhielten bevorzugt Ausbildungsplätze für begehrte Berufe und konnten ihre Lehre vorzeitig beenden. Auch parteilose Lehrer waren zur Teilnahme an Parteilehrjahren verpflichtet und mussten abrechnen, wie viele neue Mitglieder sie der SED gewonnen hatten. Als "Höhepunkte" des Lehrjahres wurden die vormilitärische Ausbildung der Lehrlinge, zu der jeder Lehrer arbeitsrechtlich verpflichtet war, und der Einsatz vieler Klassen in der Kartoffelernte gewertet.
In den 80er Jahren zeigte sich auch in der Berufsausbildung immer deutlicher der Gegensatz zwischen Theorie und Praxis. Die Fachlehrer bemühten sich trotz eingeschränkter Bedingungen, wie fehlender Zugang zu Fachliteratur und Anschauungsmaterial, um ein hohes Niveau der Ausbildung und verstärkten damit den Widerspruch zur betrieblichen Praxis.
Von 1973 bis 1986 wurde die Schule von Herrn Helm geleitet. Von 1986 bis 1990 war Herr Salutzki Direktor der Schule, welcher sein Amt an Herrn Reinisch übergeben musste.
Als Ausbildungsschule der TU Dresden war die KBS 1 ein anerkannter Partner für die Schulpraktika der angehenden Berufspädagogen. Ein fester Stamm von Tutoren und Mentoren des Lehrkörpers betreute die Studenten und verschaffte durch seine Arbeit der Schule Anerkennung.


nach oben



Von 1989/90 bis heute

Mit dem Oktober des Jahres 1989 begann für unsere Schule, die Schüler und die Kollegen ein neuer Entwicklungsabschnitt. Dieser neue Anfang hieß für viele Lehrlinge und Lehrer Hoffnung auf eine Demokratisierung des Schulwesens wie Mitgestaltung der neuen Inhalte des Unterrichts, Mitbestimmung in organisatorischen Fragen, weniger Bevormundung und größerer pädagogischer Spielraum.

Viele Kolleginnen und Kollegen nutzten die neue Reisefreiheit, um sich an Schulen der alten Bundesländer zu orientieren. Fortbildungsveranstaltungen, private Besuche und Lehreraustausch (1990 Lehreraustausch Herr Weist/Herr Pahl) boten dafür willkommene Gelegenheiten. Informationen wurden gesammelt, Hilfe und Unterstützung für das zu erwartende neue Berufsschulwesen entgegengenommen. Dabei bildeten sich gute Partnerschaften zu Schulen und zwischen einzelnen Fachkollegen heraus. Für ihre Bemühungen, vor allem in den Jahren 1990 und 1991, sei an dieser Stelle den nachfolgenden Einrichtungen der alten Bundesländer gedankt:

- Robert-Meyer-Schule Stuttgart
- G1 und G14 Hamburg
- Oberstufenzentrum Metalltechnik Berlin (West)
- Erasmus-Kittler-Schule Darmstadt
- Max-Eyth-Schule Stuttgart
- Heinrich-Emanuel-Merck-Schule Darmstadt

Acht Tage vor Schuljahresbeginn 1990/91 wurden die Lehrpläne Baden-Württembergs für verbindlich erklärt und eine intensive und fleißige Arbeit aller Kollegen beim Umsetzen derselben im Unterricht begann. Mit dem Auszug der acht Untermieter am Haus konnte eine rege Bautätigkeit zur Schaffung von Labor- und Werkstatträumen einsetzen. 

- Auszug aus der Festschrift zum 60-jährigen Bestehen des BSZ -


Fördermittel der EU, der Bundesrepublik und Finanzmittel der Stadt Dresden in Höhe von über 15 Millionen Euro sorgten für eine vollkommene Sanierung des Gebäudes. Mit Übergabe des Aula Ende 2005 sind die Sanierungs- 
und Modernisierungsarbeiten abgeschlossen.

Neben der Erneuerung aller Medienträger wurde ein PC Netz für alle Räume installiert, als Grundlage einer multimedialen Unterrichtsgestaltung. Neue Fachräume für die Ausbildung z. B. von technischen Zeichnern entstanden. Die Metallbauer erhielten eine Schmiede und eine Werkstatt für fachspezifische Lernfelder. Im Bereich Zerspanung wurde ein Werkzeugmaschinenkabinett eingerichtet. Die Auszubildenden im Kfz-Bereich erhielten neben dem Fachraum "Verbrennungsmotoren" weitere Räume mit insgesamt vier funktionsfähigen PKW verschiedener Marken.

Durch den Abschluss der Bautätigkeit am Haus war es möglich, den technischen Bereich (Auszubildende und Lehrpersonal) des BSZ Gasanstaltstraße als ehemalige Betriebsberufsschule "Kurt Schlosser" zu übernehmen und damit die gewerbliche Ausbildung wie vor 1945 wieder am Standort Gerokstraße zu konzentrieren.

Im Jahr 2006 nimmt zur Verbesserung der sozialen Betreuung eine Catering-Firma im Bereich der Aula ihre Tätigkeit auf.


nach oben


   
Das aktuelle Wetter in Dresden - Mitte
Alles zum Wetter in Deutschland

   
Letzter Monat Juni 2017 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 22 1 2 3 4
week 23 5 6 7 8 9 10 11
week 24 12 13 14 15 16 17 18
week 25 19 20 21 22 23 24 25
week 26 26 27 28 29 30
   
27.06.2017 - 04.08.2017
Sommerferien 2017 Sachsen
02.10.2017 - 14.10.2017
Herbstferien 2017 Sachsen
03.10.2017
Tag der Deutschen Einheit
30.10.2017
Herbstferien 2017 Sachsen
31.10.2017
Reformationstag
22.11.2017
Buß- und Bettag
23.12.2017 - 02.01.2018
Weihnachtsferien 2017 Sachsen
   
   
© 2015 - BSZ für Technik "G. A. Zeuner"