In der zweiten Märzwoche mehren sich die Anzeichen, dass es auch in Sachsen zu Schulschließungen kommen kann. Also sammeln die Klassenlehrer der FOS soweit möglich die E-Mail-Adressen ihrer Schüler und erstellen entsprechende Listen. Ich beginne am Wochende (14./15. März) schon mal damit, die Listen ins importfähige Format zu bringen und anschließend zu importieren. Auch hier klappt aus den schon oben beschriebenen Gründen nicht alles auf Anhieb.

Am Sonntag ist dann die Katze aus dem Sack: Ab Montag ist die Schulpflicht ausgesetzt - Schulschließungen werden für die kommende Woche angekündigt.

Der Montag gestaltet sich ein wenig chaotisch. Zuerst mal mit den eigenen Kindern in die Schule, um Unterlagen, Aufgaben und Bücher abzuholen. Dann zur Gesamtlehrerkonferenz ins BSZ, wo der Schulleiter alle über die anstehehnden Maßnahmen informiert. Jeder versucht im Anschluss noch alles so zu ordnen, dass bei den anstehenden Schulschließungen möglichst wenig vergessen wird. Mit einem Kollegen teste ich noch Teamviewer für Live-Meetings mit den Schülern - geht eigentlich ganz gut.

Dienstags ist dann klar, dass die Schulen ab Mittwoch geschlossen werden. Das FOS-Kollegium trifft sich nochmal im Computerkabinett, um sich mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vertraut zu machen. Wir legen ein paar wichtige Strukturen und Verfahrensweisen fest und probieren die Meeting-Fähigkeiten von Teamviewer aus. Dann die Ernüchterung in zweierlei Hinsicht: Bei LernSax ist nahezu kein vernünftiges Arbeiten mehr möglich. Und Teamviewer geht in der kostenlosen Variante nur mit maximal 5 Teilnehmern. :-(

Leider bietet Teamviewer nur ein Preismodell mit jährlicher Bezahlung an, was uns für den angedachten Zweck zu unüberschaubar und damit letzten Endes zu teuer ist. Glücklicherweise stoßen wir noch auf die Software "blizz" - eigentlich auch von Teamviewer, aber mit monatlich zahlbarem Preismodell. Nach Rücksprache mit der Schulleitung kaufen wir 6 Lizenzen für einen Monat. Das Ausprobieren muss dann auf später verschoben werden.