Berufsbild:

Anlagenmechaniker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Neuordnung der industriellen Metallberufe.

Anlagenmechaniker arbeiten vor allem im Anlagen- und Rohrleitungsbau für Unternehmen der Ver- und Entsorgung, für die chemische Industrie, der Energieerzeugung, der Kälte- und Klimatechnik, der Lüftungstechnik sowie der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Sie sind vorrangig in der Herstellung, der Erweiterung, im Umbau oder in der Instandhaltung im Bereich des Anlagen-, Apparate- und Behälterbaus, der Prozessindustrie, der Versorgungstechnik sowie der Lüftungstechnik tätig.

Der Monoberuf wird ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten in der Industrie ausgebildet, verfügt jedoch über Differenzierungsmöglichkeiten durch betriebliche Einsatzgebiete.

Voraussetzungen: 

Ausbildungsvertrag mit Betrieb (duale Ausbildung)

Ausbildungsdauer:

Die Lehrausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre.

Einsatzgebiete:

  • Anlagenbau
  • Apparate- und Behälterbau
  • Instandhaltung
  • Rohrsystemtechnik
  • Schweißtechnik

Ausbildungsinhalte:

Betriebliche Ausbildung

Zu den Schwerpunkten der berufsspezifischen Fachqualifikation gehören:

  • Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse, Abstimmen mit vor- und nachgelagerten Gewerken
  • Herstellen, Montieren und Demontieren von Bauteilen und Baugruppen sowie kompletter Anlagen
  • Realisieren von Arbeitsabläufen der Umform-, Trenn-, Füge- und Montagetechnik
  • Behandeln, Schützen und Isolieren von Anlageteilen
  • Bedienen von Hebezeugen sowie Transportieren und Sichern von Bauteilen und Baugruppen
  • Funktionsprüfung und Inbetriebnahme von Anlagen
  • Durchführen von Wartungsarbeiten, Feststellen, Eingrenzen und Beheben von Fehlern und Störungen
  • Anwenden von Normen, Bestimmungen und Richtlinien zur Sicherung der Betriebsfähigkeit und Qualität
  • Umsetzen der Vorschriften des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes
Schulische Ausbildung

Die Ausbildung in unserer Berufsschule erfolgt im Turnus mit 2 Wochen Berufsschulunterricht und 4 Wochen praktischer Ausbildung im Betrieb. Eine Berufsschulwoche umfasst 26 Wochenstunden berufsbezogenen und 10 Wochenstunden berufsübergreifenden Unterricht.

Der berufsübergreifende Bereich enthält die Unterrichtsfächer Deutsch, Wirtschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Englisch, Sport und Ethik.

Die berufsbezogene Ausbildung in der Berufsschule gliedert sich in

  • Grundstufe - 1. Lehrjahr
  • Fachstufe I - 2. Lehrjahr
  • Fachstufe II - 3./4. Lehrjahr

und umfasst folgende Lernfelder:

  • 1. Lehrjahr
    • LF 1 - Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen
    • LF 2 - Fertigen von Bauelementen mit Maschinen
    • LF 3 - Herstellen von einfachen Baugruppen
    • LF 4 - Warten technischer Systeme
  • 2. Lehrjahr
    • LF 5 - Herstellen von Bauelementen für die Anlagentechnik
    • LF 6 - Montieren und Transportieren von Bauelementen der Anlagentechnik
    • LF 7 - Verbinden von Anlagenteilen
    • LF 8 - Übergeben und Inbetriebnehmen von Anlagensystemen
  • 3. Lehrjahr
    • LF 9 - Instandhalten von Anlagensystemen
    • LF 10 - Einbinden von Komponenten der Steuerungs- und Regelungstechnik
    • LF 11 - Integrieren anlagenspezifischer Teilsysteme
  • 4. Lehrjahr
    • LF 12 - Planen und Realisieren von Systemen der Anlagentechnik
    • LF 13 - Ändern und Anpassen von Systemen der Anlagentechnik
  • 2.-4. Lehrjahr
    • Berufsbezogene Projekte

Ausbildungsabschluss:

gestreckte Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer

Der Teil 1 (eine theoretische und praktische Prüfung zu den Kernqualifikationen) der gestreckten Abschlussprüfung wird im 2. Lehrjahr abgelegt. Am Ende des 4. Lehrjahres findet der Teil 2 der Abschlussprüfung mit der Prüfung der berufsspezifischen Qualifikationen statt. Teil 2 besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Im praktischen Teil kann der Prüfling zwischen einem betrieblichen Auftrag oder einer überbetrieblich entwickelten Aufgabe wählen. Ein Fachgespräch schließt den zweiten Teil der Prüfung ab.

Sowohl Teil 1 als auch Teil 2 der gestreckten Prüfung fließen in das Zeugnis der IHK ein.

Beide Prüfungsteile werden durch die Industrie- und Handelskammer durchgeführt. Die Abschlüsse werden bundesweit anerkannt.

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mögliche zusätzliche schulische Abschlüsse:

Mittlerer Schulabschluss
Schüler, die noch keinen Realschulabschluss haben, wird der mittlere Schulabschluss zuerkannt, wenn sie über einen Hauptschulabschluss verfügen und die Berufsschule sowie die Abschlussprüfung der IHK mit mindestens befriedigendem Gesamtergebnis abgeschlossen haben. Bitte reichen Sie folgende Unterlagen ein: formloser Antrag, Hauptschulzeugnis, das Abschlusszeugnis der Berufsschule, Prüfungszeugnis der Kammer (Zeugnisse müssen im Original vorgelegt werden).

Fachhochschulreife
Wenn Sie über einen Realschulabschluss (oder einen gleichwertigen mittleren Bildungsabschluss) verfügen und diesen Beruf erfolgreich abgeschlossen haben, können Sie die einjährige Fachoberschule in der Fachrichtung Technik an unserer Einrichtung besuchen, um die Fachhochschulreife zu erlangen. Die einjährige Fachoberschule wird in Vollzeit- und berufsbegleitender Teilzeitform angeboten.

Staatlich geprüfter Techniker
Durch den Besuch einer Fachschule für Technik können sich Anlagenmechaniker/-innen in einer technischen Fachrichtung weiterbilden. Informationen zur Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker - Fachrichtung Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik an unserer Schule erhalten Sie im Sekretariat.

Berufliche Weiterbildung:

Nach entsprechender Berufspraxis bieten sich z.B. folgende aufstiegsorientierte Weiterbildungsmöglichkeiten an: 

  • Industriemeister/in - Metall
  • Geprüfter Konstrukteur/Geprüfte Konstrukteurin
  • Geprüfter Netzmonteur/Geprüfte Netzmonteurin

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

BERUFENET der Agentur für Arbeit

BERUFETV der Agentur für Arbeit

Ausbildung bei der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH

Infoblatt

Ansprechpartner:

Herr Rüdiger
Fachleiter Fachbereich SHK-Technik

Telefon: 0351/4403920

Anmeldung:

Berufliches Schulzentrum für Technik
„Gustav Anton Zeuner“
Gerokstraße 22
01307 Dresden

Anmeldeunterlagen:

  • Anmeldeformular (Bitte vom Lehrbetrieb ausfüllen und unterschreiben lassen!)
  • Kopie des Lehrvertrages (mit Stempel der IHK)
  • 1 Lichtbild
  • beglaubigte Kopie des letzten Abschlusszeugnisses der Mittelschule/des Gymnasiums
  • Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten/Notfalladresse (gilt nur für Schüler unter 18 Jahren)
  • Anmelde-/Abmeldebescheinigung von der abgehenden Schule (gilt nur für Schüler unter 18 Jahren)

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